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Der 23jährige Schwede reiste per Interrail durch Europa und samplete mit seinem Laptop was das Zeug hielt. Herausgekommen ist eine der innovativsten CDs der letzten Jahre: Soulhack von Forss.

Hier sieht man einen gequälten Apple-Fan bei der Dekonstruktion eines Mythos. Es handelt sich zwar um eine etwas andere Geschichte als die meinige, jedoch hat sie auch mit dem unverschämten Service von Apple zu tun, in dessen Genuss auch ich kam, wie hier zu lesen ist.

Am 15.5.2006 erwarb ich bei Hamburg 4, Johnsallee 65-67, 20146 Hamburg, Tel: 414 757 -0 ein MACBook Pro 2,16 GHZ, 17Zoll + 1GB zusätzliches RAM zum Preis von 2803,- Euro inkl. 16% Mwst.

Von Anfang an hatte das Gerät sporadische und nicht nachvollziehbare Systemabstürze, sogenannte Kernel Panic.

Am 16.6.2006 brachte ich es daher erstmalig in die Werkstatt von Hamburg 4 und bekam es mit einer getauschten Hauptplatine repariert zurück.

Der Fehler tauchte ein paar Mal wieder auf, dann jedoch konnte ich fast zwei Wochen damit arbeiten. Als ich im Urlaub in Thailand war, startete ich wie schon oft zuvor von einer externen Firewire 800 Festplatte und es kam zur erneuten Kernel Panic. Diesmal jedoch wurde die interne Festplatte zerstört. Das war für mich eine Katastrophe, da ich genau an dem Tag Daten von einem Kunden in Hamburg gesendet bekam, dessen Zeitung ich wie jeden Monat produzieren sollte. Ich musste dort anrufen und darum bitten, kurzfristig für mich Ersatz zu finden.
Ich ging mit dem Gerät zu einem örtlichen Apple-Händler, der das RAM untersuchte (OK) und meinte das Gerät habe einen Hardware-Fehler, da es sich auch nicht von den Original-Installations-CDs starten liess. Ich müsse es in eine Werkstatt bringen.

Das tat ich dann auch nach meiner Rückkehr am 25.8.2006. Hamburg 4 ersetzte erneut die Hauptplatine, den Speicher und nahm eine Restaurierung der Daten vor.

Das Kernel Panic Syndrom blieb aber weiterhin bestehen und tauchte völlig sporadisch und überhaupt nicht nachvollziehbar auf. Ich telefonierte nochmals mit Hamburg 4, ob ich nicht ein Austauschgerät haben könne. Man sagte mir, das das erst nach 3maliger Reparatur möglich sei.

Nun war bei der Reparatur der Einschaltknopf des Gerätes beschädigt worden, so das ich am 4.9.2006 das Gerät erneut in die Werkstatt brachte. Als ich dem Techniker Herrn Liebenberg von meinen Problemen mit den weiterhin sporadisch auftretenden Kernel Panics erzählte, meinte er, jetzt nach der dritten Reparatur würden mir ja bei einem erneuten Auftreten dieses Fehlers „alle Möglichkeiten offenstehen“ (Umtausch oder Geld zurück, so verstand ich es zumindest).

Ich wollte dem Gerät noch eine letzte Chance geben und formatierte am 29.9.2006 die Festplatte erneut und überschrieb sie diesmal mit Nullen, um einen Defekt der Festplatte auszuschliessen, so hatte es mir Herr Liebenberg empfohlen. Ich installierte die Systemsoftware und aktualisierte diese online per Softwareaktualisierung. Auch achtete ich diesmal darauf keine Daten von meinen externen Festplatten zu migrieren, sondern installierte meine Programme direkt von den Original-Install-CDs. Ferner erwarb ich diverse Programme in der Universal-Version, um nur die dringend benötigten und nicht als Universal-Versionen erhältliche Applikationen im Rosetta-Emulationsmodus zu benutzen. Ich kontrollierte nochmals die Treiberversionen für meine externen Festplatten, Eingabegeräte, Scanner und Drucker. Doch schon während dieses Installationsvorganges kam es wiederum zu Kenel Panics. Die Log-Datei der Konsole und der Aktivitätsmonitor schienen mir keine auffälligen Fehlermeldungen für Progarmmdefekte anzuzeigen.

Am 3.10.2006 (ich hatte bis dahin nur die wichtigsten Progamme installiert) kam es erneut zu diversen Kernel Panics. Der letzte zerstörte dann die interne Festplatte erneut!

Bei mir machte sich nun langsam Panik breit. Da ich am 20.10.2006 bei einer Preisverleihung in Berlin vor ca 1000 Teilnehmern auf zwei riesigen Kinoleinwänden zwei Präsentationen vorführen muss und momentan in der Produktionsphase für diese Animationen bin, kann ich mir unzuverlässige Hardware überhaupt nicht leisten. Ebenfalls konnte ich teilweise mit dem Gerät nicht mal mehr eine Datensicherung durchführen, so das ich Kunden anrufen musste, ob sie mir Daten ein zweites Mal schicken könnten 🙁

Ich bin auf der Suche nach Hilfe für dieses Problem (was offensichtlich nicht nur mich allein betrifft) im Apple-Diskussionsforum aktiv geworden. Dort kann man auf Englisch noch einmal den Sachverhalt nachlesen:

http://discussions.apple.com/thread.jspa?threadID=664682&tstart=105

Ebenso gibt es mittlerweile eine Extra-Website, auf der sich tausend frustrierte MacBook-User zum Random Shutdown Syndrom von MacBooks oder MacBooks Pro und zu Apples momentan schlechtem Qualitätsstandard äußern. (der reparierte Einschaltknopf hat sich auch schon wieder unter den Gehäuserand abgesenkt:-(

http://macbookrandomshutdown.com

hier ebenfalls:
http://www.macintouch.com

Auch gibt es ein Video zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=5IWI8KUsQQc

und einen Fernsehbeitrag (mp4):
SkyNews Technofile Podcast Episode 6a

Ausserdem zeichnet sich die letzte Laptop-Highendserie aus dem Hause Apple durch folgende Besonderheiten aus:
http://www.appledefects.com/wiki/index.php?title=MacBook_Pro

hier die News dazu:
http://www.appledefects.com/?cat=19

Hier bekommt man dann gleich eine juristische Beratung für Probleme mit defekten MACBooks:
http://www.classaction.com/consumer-apple-macbook.cfm

Diese Probleme hatte ich mit meinem vorherigen Laptop, einem Apple Powerbook G4 nicht, so das ich mich am 3.10.2006 kurzerhand entschloss ein gebrauchtes Powerbook G4 der letzten Generation gebraucht für 1300,- Euro zu kaufen.

Heute habe ich den Geschäftsführer von Hamburg 4, Herrn Erkan, Tel 414 757-13, angerufen und ihm von dem Problem berichtet und erklärt, das ich das MacBook Pro zurückgeben und den Kaufpreis erstattet haben möchte. Er reagierte daraufhin ziemlich unwirsch: Geld zurück gibt es nicht, ich gebe Ihnen ein neues Gerät.

Da ich aber in Anbetracht des für mich sehr wichtigen Jobs in Berlin zur Zeit „kein Interesse an weiteren Testphasen“ habe (wer weiss, ob das neue Gerät nicht auch wieder Probleme bereitet?), möchte ich mir gerne die Entscheidung welches Gerät ich nun wann und wo kaufe vorbehalten, sprich das Gerät zurückgeben und den Kaufpreis erstattet bekommen.

Um zum Schluss zu kommen: Ich denke das ich mich nach monatelanger Quälerei, verlorener Zeit durch ständige Neuinstallationen, verlorener Daten usw richtig entschieden habe, und denke auch das ich nach 3maliger Reparatur ein Anrecht auf Wandlung? habe, also das Gerät zurückgeben kann und den Kaufpreis erstattet bekomme.

Nach Rücksprache mit einem Anwalt und der Verbraucherzentrale Hamburg ist die Sache glasklar: Geld zurück!

Ich habe deswegen Herrn Erkan ein Einschreiben gesendet, indem ich ihn auffordere innerhalb zwei Wochen den Kaufpreis für das defekte Gerät zurückzuerstatten, dann kann das Gerät jederzeit bei mir abgeholt werden.

Sollte Hamburg 4 / Apple sich weigern und versuchen mich in einen langwierigen Prozess zu verwickeln, sehe ich diesen Beitrag hier als den Anfang einer interessanten Öffentlichkeitsarbeit.

12.10.2006 Heute hat sich erfreulicherweise der sonst immer sehr freundlche Herr Erkan telefonisch gemeldet. Schnell kamen wir überein, das wir beide die Sache ohne Anwalt regeln wollen. Er würde mir nach Rückgabe des defekten Gerätes mein Geld zurückgeben, sobald er dieses von Apple hätte (so ungefähr in 2 Wochen). Eigentlich eine Frechheit, besonders wenn man Meldungen wie diese liest „Auch in Europa kann Apple deutlich zulegen und große Erfolge feiern. Mit einem Umsatz von über vier Milliarden Dollar in diesem Jahr, konnte man mehr einnehmen, als in den Jahren 2002 bis 2004 zusammen.“ Tja, soll man wieder mit Anwalt drohen, um den abgehobenen Sonderstatus von Apple in seine rechtmässigen Schranken zu weisen? Für mich völlig unverständlich wie Apple seine Fans mit Füssen tritt.

2.11.2006 Nachlese:
Bis heute ist hier kein Geld für mein am 13.10.2006 zurückgegebenes MACBook Pro eingegangen. Allerdings bekam ich letzte Woche einen verwirrenden Anruf der Werkstatt von Hamburg4: Sie können ihr Gerät abholen? In einem Telefonat mit Geschäftsführer Erkan ergab sich folgendes: Man müsse das Gerät nochmals reparieren, da Apple nur 2 Reparaturen bzgl. des Fehlers anerkenne (die 3. Reparatur bezog sich jetzt anscheinend ausschliesslich auf den Einschaltknopf, obwohl ich es immer wieder wegen der auftretenden Kernel Panic dorthin gebracht hatte). Das heisst das auch der letzte Supersystemabsturz inkl. Festplattentod dort gar nicht berücksichtigt wurde. Man werde mir mein Geld daher erst später überweisen können, wenn man es von Apple hätte. Toll !

Bezüglich eines anderen Problems mit Apple (Geld wurde vom MACStore abgebucht, Ware da, jedoch keine Rechnung) wurde ich am 24.10.2006 von Apple-Mitarbeiterin Barbara Andre angerufen. In diesem Zusammenhang berichtete ich ihr von meinem Problem mit dem MACBook Pro. Sie versicherte mir, es würde mich jemand zurückrufen, der für diese Probleme zuständig sei. Das ist bis heute nicht geschehen…

Heute gab es einen Link auf meinen Artikel bei macbookrandomshutdown.com.
TG Daily berichtet dort, das mein Problem eventuell auf einen defekten RAM-Controller zurückzuführen sei. Auch wird empfohlen mit dem Kauf eines neuen MAC-Laptops noch bis zur MACWorld im Januar zu warten, bis die (bis heute von Apple nicht offiziell erklärten) Probleme hoffentlich behoben sind.

Endlich trifft das Geld ein, vier Wochen nach Abgabe desselbigen: eine Frechheit!

Eigentlich wollte ich ein neues MACBook Pro Core Duo2 noch dieses Jahr kaufen, aber ich traue dem Frieden nicht. Tatsächlich scheint das Grauen auch bei der neuen Generation sein Unwesen zu treiben:

core-2-duo-macbook-pro-shutsdown-after-running-cpu-at-100-for-20-min

Nachschlag 5.7.2007:

Ich habe ein neues 17-Zoll MacBook Pro 2.33 GHZ mit 3GB RAM und schneller 100 GB Platte. Leider nicht das letzte Modell (da passen ja 4 GB RAM rein). Dafür konnte ich es in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren testen und muss sagen: so soll es sein. Keine Abstürze, keine Kernelpanic, nichts. Ein bisschen laut wird es, wenn es hart arbeiten muss, aber das ist mir lieber als diese unerträgliche Hitzeentwicklung des vorigen Modells, das man nicht mal mehr anfassen konnte. Dieses hier lässt sich wieder schön auf die Schenkel legen. Summa Summarum: Der Umstieg auf Intel ist mir und Apple nun endlich gelungen. Das erste Modell war eine lehrreiche Schulung zu den Themen Apple Support und „Kaufe nie die erste Generation“.

Gleichzeitig mit der Aktualisierung dieses Beitrags hat auch der MacBook-Mörder aus dem Film oben Erfolg mit seiner YouTube-Aktion. Apple lieferte ihm gegen die Rückgabe seiner Einzelteile ein neues MacBook. Merk ich mir fürs nächste Mal!

Sehr empfehlenswert für Photofetischisten! MAC: Zoom IN = Shift / Zoom OUT = Command

Fleissigen Surfern dürfte dieser Bursche schon längst ein Begriff sein: Lasse Gjertsen! Und er macht immer weiter bis zum Oscar (visit his YouTube-Site)

Wahrscheinlich heisst seine Freundin Mary Jane, aber das ist auch egal: dieser Mann hat hier wunderschönen Sex mit einem Jobim-Klassiker.

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